Film: “Maria, Christiane, und der § 218″ // 7.11.

“Maria, Christiane, Else, Karin, Lea, Lydia, Petra S.,Petra W. und der §218″
Dokumentarfilm 2015, 74 Min, deutschsprachig
Englische Untertitel möglich

In Kooperation mit “Feministischer Arbeitskreis” beim VNB e.V.

Kurze Beschreibung:
In Interviews und literarischen Texten erzählt der Dokumentarfilm offen von dem, was tabuisiert war und ist: der Abtreibung. Dem Wissen, was in der eigenen, historisch-spezifischen und persönlich-erlebten Situation das Richtige ist, steht seit 148 Jahren der § 218 gegenüber. Im Anschluss an den Film ist Zeit für Austausch und Gespräch, im Vorfeld wird es einen kleinen Input geben.

Über die Reihe:
Wir laden zu unserer feministischen Veranstaltungsreihe “Tabus brechen” ein.
Wir wollen mit euch gemeinsam verstehen, diskutieren, entdecken und kritisieren. Offen reden und sich auszutauschen birgt aus unserer Sicht ein großes Potenzial. Denn Tabuthemen deuten auf (un)geschriebene Normen und Regeln unserer Gesellschaft hin, auf denen auch die Unterdrückung von Frauen aufbaut. Deshalb wollen wir Räume für Austausch und Diskussion, aber auch Empowerment schaffen, in denen mit dem Schweigen und der Scham gebrochen werden kann. Gleichzeitig wollen wir Missstände thematisieren, um Veränderungen auf dem Weg in eine feministische Gesellschaft zu erkämpfen!
Für die Veranstaltungen ist kein Vorwissen nötig. Wenn euch etwas interessiert, kommt einfach vorbei. Wir freuen uns auf die Referentinnen und auf euch!

Lange Beschreibung:
Interviews und historische Texte zum Schwangerschaftsabbruch

Seit 1871 steht der § 218 im Strafgesetzbuch. Kurz nach der Proklamation des deutschen Nationalstaats wurde das Reichsstrafgesetzbuch eingeführt, das bis heute – nun als Strafgesetzbuch der BRD – Geltung hat. Der Paragraph bestimmt die Lebensrealität von ungewollt Schwangeren, die kein Kind austragen wollen.

Je nach spezifischer Ausführung des Gesetzes, Lage der politischen Kämpfe gegen das Gesetz und dem ökonomischen und ideologischen Stand der Gesellschaft fällt diese Realität zu verschiedenen historischen Zeiten verschieden aus. In Interviews und historischen Texten erzählt der Film vom Erleben des Schwangerschaftsabbruchs. Die Erfahrungen unterscheiden sich nicht nur dem Jahr oder dem Jahrzehnt nach, sondern sind je nach Erzählerin ganz verschieden. Allem Erleben gemein ist: dem Wissen, was in der eigenen, historisch-spezifischen und persönlich-erlebten Situation das Richtige ist, steht ein Paragraph gegenüber. In großer Ruhe wird hier von dem, was tabuisiert war und ist, offen erzählt: der Abtreibung.

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